| |
Schulprogramm - 4.3 Gesellschaftlich-politische Bildung
Fächerübergreifend wollen wir die uns
anvertrauten Schüler befähigen, verantwortungsbewusst ihre
Aufgaben als Bürger in der Demokratie aktiv wahrzunehmen.
Aber: Demokratie lässt sich nicht einfach "lernen",
denn sie ist gekennzeichnet durch den ständigen Prozess der Kommunikation
und den gesellschaftlichen Diskurs, der seinen immer nur vorläufigen
Abschluss in einem Kompromiss findet. Diese Komplexität ist nicht
leicht zu verstehen und zu akzeptieren, gerade für junge Menschen,
die nach klaren Antworten, nach Orientierung und zunehmend nach Werten
suchen.
Damit diese Antworten nicht durch Vorgaben sondern eigene Erkenntnisse
formuliert werden können, wechseln im Unterricht Phasen der
Wissensvermittlung, der Methodenerarbeitung mit denen der Übung
in kontroversem und einfühlsamem Denken und Handeln. Im Schulalltag,
in Politikwissenschaft, Geschichte, Geographie, Religion und Werte
und Normen sowie bei der Analyse von lokalen bis hin zu globalen
Problemen gilt das allgemeine Ziel, die Schüler anzuregen,
Probleme konstruktiv und sachgerecht zu lösen.
Gesellschaftlich-Politisches Lernen muss umfassend, konkret und
aktuell sein, damit es sinnhaft erfassbar wird, dies gilt ebenso
für das unabdingbare geschichtliche Fundament. Die Auseinandersetzung
des Menschen mit seiner jeweiligen sozialen, geografischen und politischen
Umwelt muss immer wieder erarbeitet werden; unsere Geschichte und
unsere Mitmenschen auf der ganzen Welt befragen wir nach ihrer Lebenssituation,
ihren Problemen, ihren Entscheidungskriterien und Möglichkeiten,
um daraus Lehren ziehen zu können: gesellschaftlich und individuell.
Dabei entdecken die Schüler die Vielfalt der Lebensentwürfe
und historisch-geografischen Situationen, in denen sich Menschen
bewegen. Das führt zum Erkennen der Bedeutung der Dialogfähigkeit,
des Erkennens von Alternativen und zum Tolerieren gegensätzlicher
Positionen.
zurück |
|