Klassenfahrt der 6a und 6b nach Bad Oldesloe - ein "Mitreisender" berichtet:
Da stand ich nun am Nachmittag des 10. August 2009 nach einer langen Busfahrt im Innenhof der Bad Oldesloer Jugendherberge und konnte mir nicht vorstellen, was noch alles passieren würde...
Nach und nach verschwanden viele meiner Freunde und auch ich fand mich schließlich irgendwann in einem ziemlich engen Zimmer wieder, in dem ein sanfter Schweißgeruch zu vernehmen war. Das Beziehen der Betten schien ganz schön anstrengend zu sein! Da konnte ich ja von Glück sagen, dass ich einigermaßen gemütlich, wenn auch im Halbdunkeln, unter dem Bett lag. Dort blieb ich natürlich nicht lange, denn schon bald erleichterte man mich um einige Leckereien und stellte mich achtlos in eine Ecke.
Am nächsten Morgen war ich wieder von Nutzen, da man mich für das Transportieren eines Lunchpaketes gut gebrauchen konnte! Mit dem Zug ging es nach Hamburg, wo ich durch den grusellustigen „Dungeon“ geschleppt wurde und mich später auf einer Rundfahrt durch die Speicherstadt erholen konnte.
Der Mittwochmorgen begann wieder mit „Essen fassen“, dann ging es los: Ungefähr zwei Stunden wurde ich zum Teil auf engen Pfaden durch ein Naturschutzgebiet getragen, um schließlich bei der Besichtigung eines Benediktinerklosters dabei zu sein. Bruder Josef führte uns herum und beantwortete viele Fragen. Danach begab man sich auf ’s Wasser. Etwas unheimlich war mir das Schaukeln im Kanu schon, doch alles verlief glatt; trocken erreichten wir den Anleger unserer Jugendherberge. Den Abend verbrachte ich auf dem Zimmer, während viele meiner Mitreisenden sich bei verschiedenen Aktivitäten, z.B. Schwimmen und Fußballspielen, vergnügten.
Am Donnerstag stand Lübeck auf dem Programm. Bei herrlichstem Wetter lernte ich während der Stadtführung Interessantes über die Geschichte der Stadt, wurde anschließend durch einige Geschäfte geschleppt und ruhte mich am Nachmittag auf einer kleinen Schifffahrt von den Einkaufsstrapazen aus.
Am Freitagmorgen wurde es etwas hektisch in meinem Zimmer, denn es hieß letzte Sachen packen, Betten abziehen, Zimmer ausfegen. Nur gut, dass ich wieder in aller Ruhe in meiner Ecke stehen durfte und mir von dort aus das Treiben anschauen konnte! Ein letztes Mal wurde ich schließlich vollgestopft, dann ging es in den Bus, der sich in Richtung Wilhelmshaven aufmachte. - Und, was soll ich sagen: Obwohl ich armer Rucksack die Rückfahrt zu Füßen meines Besitzers verbringen musste, habe ich die Klassenfahrt insgesamt genossen – auch dank der Umsicht und guten Laune aller Mitreisenden.
(Ann-Kathrin, Fabian, Til, Klasse 6a – in Zusammenarbeit mit Fr. Blum)
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