Klassenfahrt der 10c (Segeln)
Unser Logbuch
Tag 1
Montag, den 10.08.2oo9
Abfahrt (mit dem Bus) war nämlich eigentlich 8.30 Uhr..., wir fuhren aber erst gegen neun, denn das Einpacken der Lebensmittel in den viel zu kleinen Bus dauerte zu lange. Danach hatten wir eine lange, aber lustige Busfahrt ;-).
Nachdem wir in Stavoren angekommen waren, mussten wir erst einmal die Taschen und Lebensmittel auf die “Ortolan”, unser Schiff, tragen.
Um 14.30 Uhr sind wir dann endlich los gesegelt. Von Renée, dem Maat bzw. der “Maatin”, haben wir Einweisungen für das Segeln bekommen und mussten auch schon mit vollem Körpereinsatz mitarbeiten.
Um 16.00 Uhr haben wir Kaffee und Tee getrunken und Kuchen gegessen.
Erst war das Wetter richtig schön! Als wir dann auf hoher See waren, zogen aber Wolken auf, und laut Susan wurde es recht kalt! :-(
Aber richtig geregnet hat es zum Glück nicht; nur war es relativ windstill, was dem Fortkommen mit einem Segelschiff eher abträglich ist.
Gegen 19.30 Uhr liefen wir in den Hafen Den Oever ein, von dem aus wir am nächsten Tag auf das Wattenmeer Richtung Inseln wollten, und dort trafen wir auch die 10b an, die etwas später von Enkhuizen aus losgefahren war und mit der “Tserjk Hiddes” einige Minuten später einlief.
Nach dem Abendessen (Nudeln mit Bolognesesauce) konnten wir alle noch von Bord gehen und die Umgebung erkundschaften.
Um 22.30 Uhr haben wir mit Herrn Wragge Lieder gesungen, z.B. „What shell we do with the drunken Sailor“oder „Take me home, country Roads“.
Um 23.00 Uhr mussten wir in unsere Kabinen und durften auch nicht mehr raus. :(
Leider war die Nacht aufgrund von Störungen durch niederländische Halbstarke, deren einzige Beschäftigung wohl darin bestand, abends die neu eingelaufenen Schiffe zu “begrüßen”, etwas unruhig.
Tag 2
Dienstag, den 11.08.2009
Heute morgen wurde es auf den Zimmern sehr eng, denn alle standen gleichzeitig auf, doch für vier bzw. fünf Personen sind die Zimmer zu eng, wenn alle sich umziehen wollen. Im “Bad” (1,5 qm groß) ging es nicht anders zu, wenn auch nur mit je einer Person.
Als endlich alle angezogen und fertig waren, war auch schon das Frühstück zubereitet und es wurde gegessen. Dabei ging es jedoch nicht laut zu, da alle noch sehr verschlafen waren. Das war um 8.30 Uhr im Hafen von Den Oever.
Nach dem Frühstück legten sich fast alle aufs Deck. Da war es noch strahlender Sonnenschein.
Erst um 11 Uhr ging es wieder mit der Ortolan weiter, denn das Schiff, was in der Nacht neben uns gelegen hatte, hatte einen Motorschaden und musste nunn per Hand an die Kaimauer bugsiert werden. Schnell wurde es windig und die Sonne verschwand hinter einer dicken Wolkendecke.
Am Anfang der Fahrt ging es ohne Wenden und Wellen. In dieser Zeit bekamen wir einen kleine Einführung in die Seemannsknotenkunde. Doch je weiter wir uns vom Hafen entfernten, desto unruhiger wurde das Meer. Bei den gelegentlichen Wenden wurde wir voll mit eingespannt. Ab und an brach auch mal die wärmende Sonne durch, doch das war eher selten. Als Mittagessen gab es nochmal die aufgewärmten Spagetti Bolognese mit viel frischen Paprikastückchen. Als es auf Kaffee und Kuchen zuging, gab es relativ hohe Wellen und starken Wind. Jetzt gab es auch alle zwei Minuten Wenden, die ziemlich auf die Hände gingen, weil auf der Ortolan das Klüversegel (das Segel ganz vorne am Bug) nur per Hand wieder dichtgeholt werden konnte. Diese Arbeit wurde auch nur von den Mädchen gemacht!
Zwischendurch werden die Segel auch ganz herunter gelassen. Das Kurbeln ist echt Knochenarbeit. Manche hatten mehr als einmal keine Kraft mehr und brauchten Hilfe. Um 17.30 Uhr sahen wir dann deutlich den Strand von Vlieland vor uns, doch der Hafen befand sich auf der anderen Seite der Insel. Von unserer Seite aus konnte man nur die vielen Masten der Schiffe erkennen. In der Nähe der Küste gab es dann auch endlich weniger Wind, trotzdem waren die Segel voll gespannt.
Unter Vollkreuz sind wir auf der Kreuz zum Teil 8,4 Knoten gefahren und kamen schnell voran. Zwar war das Schiff der 10b immer etwas vor uns (Bild Nr. 54), aber wir kamen nahezu gleichzeitig im Hafen von Vlieland an.
Der Hafen war sehr klein und voll von Schiffen, doch wir hatten nur ein Schiff zwischen Land und uns.
Manche haben nach dem Anlegen einen kleinen Spaziergang zum Dorf, wo es einige, leider bereits geschlossenen Geschäfte gab, oder an den Strand gemacht, von wo aus man einen schönen Sonnenuntergang genießen konnte.
Zum Abendessen gab es Hühnchengeschnetzeltes & Currysauce mit und ohne Pilze. Danach hatten wir wieder Freizeit. Einige sind zum Strand gegangen, andere zum Dorf. Um 10 Uhr fanden sich alle wieder auf dem Schiff ein und es wurde noch geredet. Eine Stunde später war Kojenruhe.
Tag 3
Mittwoch, den 12.08.2009
Der Tag heute begann um 8.30 Uhr mit einem leckeren Frühstück.
Ab 9.15 Uhr, also nachdem alle fertig gefrühstückt hatten, durften wir das Schiff verlassen und die Insel Vlieland erkunden. Sie hatte zwar schöne Strände, aber dafür eine katastrophale Infrastruktur. Das Wetter war auch ziemlich schlecht, sodass wie auch leider nicht schwimmen gehen konnten.
Um 12.00 Uhr haben wir schließlich abgelegt und zwar mit Kurs auf Terschelling.
Während der Fahrt war es ziemlich stürmisch, aber sonnig, und die vielen Wellen brachten die Ortolan stark zum Schwanken, weil sie eigentlich kein Schiff ist für die Nordsee (welche sich aber eben zwischen Vlieland und Terschelling befindet). Zum Glück haben alle die kurze Fahrt gut überstanden, und es musste sich auch niemand übergeben. Die gereichten Gemüsesticks wurden nämlich trotzdem mit großem Appetit gegessen.
Gegen 14.00 Uhr kamen wir dann nach einer tollen Hochseesegeltour (Bild Nr. 039 – Bildunterschrift: Ausnahmsweise Männer bei der Arbeit) im Hafen von Terschelling an. Inzwischen hatte sich das Wetter stark gebessert, dadurch war es uns sogar möglich, an den Strand zu gehen.
Dort hatten alle viel Spaß, einige haben Fußball gespielt, andere haben sich gesonnt und manche waren sogar schwimmen (sofern dies bei Niedrigwasser noch möglich war). Nach dem erfolgreichen Strandgang oder dem amüsanten Stadtbummel kamen alle wieder zurück auf das Schiff.
Auf dem Schiff beschäftigten wir uns dann, bis es um 19.00 Uhr Abendbrot gab. Es gab ein sehr exotisches Essen namens “Nasi Goreng”, das genauso wie das Frühstück sehr gut geschmeckt hat.
Am späten Abend gegen 22.00 Uhr mussten wir alle auf das Schiff der 10b zur “Seemannstaufe”. Das war ein witziger, kleiner Parcours mit mehreren Stationen. Den Weg zu den Stationen musste man meistens geduckt, kriechend oder krabbelnd bewältigen. Dort mussten wir verschiedene Aufgaben erfüllen, wie z.B. Meerwasser trinken, Seemannsknoten machen oder rohen Fisch verspeisen. Am Ende der Prüfung bekamen wir jeder eine Urkunde und jeweils einen passenden Seemannsnamen, denn wir hatten alle bestanden.
Nun können wir uns alle mit Stolz echte Seemänner nennen.
Tag 4
Donnerstag, den 13.08.2009
Heute begann der Tag mit einem Frühstück von unseren Mitschülerinnen Sophia, Lidia, Caro, Mylena und Jana. Nach dem um 8.30 Uhr begonnene Frühstück hatten wir von 9.15 Uhr bis 11.45 Uhr Landgang. Einige haben diese Zeit genutzt und sind in das Zentrum der Insel gelaufen, währenddessen haben sich die Anderen an Bord beschäftigt.
Ca. um 12.00 Uhr haben wir uns auf den Weg zurück ins Ijsselmeehr gemacht.
Auf den letzten Seemeilen fuhren wir noch ein erfolgreiches Überholmanöver gegen ein Schiff, das von einem guten Freund von Marco geführt wurde. Marco hat sich sehr gefreut!
Noch auf dem Meer gab es Abendessen: nämlich Chilli con Carne.
Nach einer langen, entspannten Fahrt mit bestem Segelwind und Sommerwetter sind wir dann im Hafen von Medenblick angekommen.
Dann durften wir noch bis 22.30 Uhr in der Stadt herumlaufen.
Tag 5
Freitag, den 14.08.2009
Es begann wie jeden Tag mit einem Frühstück aus Müsli, Brötchen, Obst und Süßigkeiten. Also die Süßigkeiten waren nur auf den Tischen, weil wir noch zu viel überhatten.
Nach dem das Frühstück packten Einige ihre Taschen, manche bzw. der Küchendienst räumte die Tische ab, wusch ab und räumte die Küche auf.
Die Anderen halfen dabei, die Segel zu öffnen und das Segelboot zum Ablegen klar zu machen. Diejenigen, die fertig waren mit Tache packen, schmierten Brote und und die restlichen Brötchen, da wir auch noch reichlich Brot, sowie Aufschnitt hatten.
Als wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt war und fast alle mit dem Koffer packen fertig waren, gingen ein paar Leute wieder an die frische Luft. Mittlerweile waren wir schon wieder auf dem Ijsselmeer und segelten mit perfektem Wind. Eine kleine Truppe von ca. 9 Leuten bekam von der Crew einen Schrubber in die Hand gedrückt und durfte das Deck schrubben. Da es total warm war, machte es auch niemand etwas aus, wenn er nass wurde. Kurz vor Stavoren ankerten wir noch einmal kurz. Das Wasser war ca. 3 Meter tief und die Badeleiter wurde herausgeholt.
Wer schwimmen wollte, konnte sich ins Wasser stürzen. Als die Baderunde vorbei war wurden die Segel jetzt ganz hereingeholt und es wurde Kurs auf den Hafen genommen.
Nach ca. einer dreiviertel Stunde erreichten wir unseren Startpunkt, Stavoren.
Als das Schiff angelegt hatte, sahen wir von Weitem auch schon den Bus, der mit der 10b wartete. Wir packten alle Lebensmittel zusammen und trugen sie auf den Steg, nachdem wir dort unser Gepäck schon gelagert hatten. Wir verluden alles in den Bus und als Abschluss der Klassenfahrt gab es noch ein Klassenfoto auf der Ortolan. Nun mussten wir auch noch Abschied von Marco und René nehmen, die eine echt tolle Begleitung waren.
Dann saßen alle im Bus, zurück nach Wilhelmshaven, wo wir um etwa 18.00 Uhr eintrafen.
Alles in allem war es eine tolle Klassenfahrt :)
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